Schon seit der Antike wird Wolle als ein ganz besonderes Material angesehen. Schon aus der Zeit um 3.000 vor Christus sind erste Nachweise über die Nutzung von Wolle zu erbringen. Denn schon damals wurde es den Menschen bewusst, dass sie aus diesem Tierhaar warme Kleidung für sich selbst herstellen konnten. Sie nutzten dabei den Gedanken, dass die Wolle das dichte Tierhaar ist, welches die Tierkörper wärmt. Besonders bei Schafen fiel dies deutlich auf. Denn deren Wolle wuchs in jedem Winter um ein Vielfaches an. Der Gedanke ihrer Besitzer war simpel: Die Wolle scheren und sich selbst daraus warme Kleidung herstellen.

Wolle – woraus besteht sie und woher kommt sie?

Der Name “Wolle” leitet sich vom indogermanischen “uel” ab, welches für “reißen” oder “rupfen” steht. Zunächst musste die Wolle also gewonnen werden, was durch die Schafschur geschieht.  Wolle ist eine Proteinfaser mit hohem Schwefelgehalt, was sie sehr gut zur Weiterverarbeitung geeignet macht.

Hierzulande ist vor allem Schafwolle bekannt. Auch in vielen anderen Ländern der Erde, namentlich in Australien und Neuseeland, hat sich hieraus eine echte Industrie entwickelt. Doch gibt es auch andere Tiere, aus deren weichen Haaren Wolle gewonnen werden kann. Beispiele hierfür sind Kaschmirziegen, Kamele, Lamas, Vikunjas und Alpakas.

Wie wird die Wolle verarbeitet?

Nach der Schur der entsprechenden Tiere ist jedoch nur eine Art Rohwolle entstanden, welche weiter verarbeitet werden muss, um für den Menschen nutzbar zu sein. Zunächst wird die Wolle gründlich, aber schonend gewaschen. Danach muss die Wolle gekämmt werden. Es folgt die Phase, in der die Wolle gebleicht oder auch gefärbt wird. Dies ist nicht immer der Fall, manches Mal wird sie auch in ihrer natürlichen Farbe belassen. Oft wird die Wolle auch zu Kammgarn versponnen.

So wird sie dann zu unterschiedlichen Produkten weiter verarbeitet oder kommt als Wolle zum Stricken etc. in den Handel.